Ausstellung

stephan eickschen // märz 2022 // fotograf

Es brennt.
17 Momente vom Ende aller Dinge.

In diesem Bild schauen wir in den Kessel der Müllverwertungsanlage Bonn hinein, direkt auf den Rost mit brennendem Müll. Dorthin, wo alles das verbrannt wird, was Menschen aus Bonn und Umgebung übrig lassen, wegwerfen, entsorgen: Vom Wattestäbchen über Essensreste, nicht ordnungsgemäß getrennten Wertstoff bis hin zu Giftstoff en. Das Feuer frisst alles. Zuletzt auch die Abfälle der Katastrophengebiete aus dem Juli 2021.
Der Blick in dieses Feuer, an einen Ort, der unserer Alltagserfahrung entzogen ist, stellt Fragen: Wie entsorgen wir in Zukunft unseren Abfall? Wird es echtes Zero Waste geben? Wo und wie werden wir in einer alternden Gesellschaft z. B. medizinische Abfälle wie auch Medikamentenreste sicher entsorgen, also ohne Risiko für Luft, Boden, Wasser?

Das Bild ist eine Montage aus 17 Einzelbildern. Vor allem die selbstschließende Klappe im Sichtfenster erforderte es, eine ganze Serie mit unterschiedlichen Belichtungen und Eindrücken zu machen. Dadurch entstand ein Bild, dass es so in der Realität niemals gibt.

Stephan Eickschen (Jg. 1967), promovierter Geophysiker, wissenschaftlich tätig in Polar- und Klimaforschung, als Fotograf auf der Suche nach den Zwischen-Räumen und dem Bild dahinter.

https://www.foto-satz-bonn.de/es-brennt-17-momente-vom-ende-aller-dinge/

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